Philipps Blog


2012/01/03  Play! Applications und der App-Context

Filed under:Java,Play! Framework — philipp @ 9:44 pm

Es ist möglich, eine Play!-Anwendung sehr einfach in eine WAR-Struktur zu übertragen und in einen Application-Server zu deployen.
Dies ist recht gut unter Deployment options in der Play!-Dokumentation recht gut erklärt. Was hier allerdings verschwiegen wird ist, wie man den notwendigen Context beim Routing konfiguriert. (Der Context ist der Pfad der Anwendung, welcher standardmäßig vom Namen des WAR-Archivs abgeleitet wird, oder per Descriptor konfiguriert wird) – heißt das Archiv testapp.war ist der Context /testapp.

Innerhalb einer Play!-App muss der Context sowohl in der Config Datei, als auch im Routing definiert werde:

application.conf

...
context=testapp
...

Danach lässt sich in der routes Datei der Context in die Routen konfigurieren:

# Routes
# This file defines all application routes (Higher priority routes first)
# ~~~~

%{ context = play.configuration.getProperty('context', '') }%

# Home page
GET     ${context}                                        Application.index
GET     ${context}/                                       Application.index

# Map static resources from the /app/public folder to the /public path
GET     ${context}/public/                                staticDir:public
GET     ${context}/Users/like/{uid}                       Users.like
GET     ${context}/Users/{uid}/show                       Users.show
...

  Bitcoin Vortrag beim Chaos-BBQ 2011

Filed under:CCC,Hacking,Personal,Tech — Tags: , — philipp @ 5:00 pm

Im Juli des letzten Jahres habe ich beim Chaos-BBQ in Dortmund einen Vortrag über Bitcoin gehalten.
Da ich heute darauf angesprochen worden bin, stelle ich die Slides hier online.

2011-07-10-Bitcoin

2011/12/05  WIP – Working in Progress

Filed under:Hacking,Virtualisierung — philipp @ 9:23 pm

I just installed OpenIndiana with a ZFS Raid z1 on an old 1HE Rack Server. I was also able to make VirtualBox running :-) . It looks like there will be some fun in the nearer future!

2011/11/20  Jenkins/Hudson Password Hash Format

Filed under:Java,Security — philipp @ 4:37 pm

Nice to know:

The Build-In Security Realm of Jenkins/Hudson is based on acegisecurity. The Hash is Sha256 based. For a Salt

foo

and a password

bar

, you have to Hash

bar{foo}

, that’s then

77ce9123f864f6749a2b2c99b988089c21d33e39247f7b1276dfad01a112f038

(via hashgenerator.de)

You find the Hashes in <Jenkins-Dir>/users/<username>/config.xml

it is then storred as

 

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<user>
    <fullName>user</fullName>
    <properties>
        <jenkins.security.ApiTokenProperty>
            <apiToken>…</apiToken>
        </jenkins.security.ApiTokenProperty>
        <hudson.model.MyViewsProperty>
            <views>
                <hudson.model.AllView>
                    <owner reference="../../.."/>
                    <name>Alle</name>
                    <filterExecutors>false</filterExecutors>
                    <filterQueue>false</filterQueue>
                    <properties/>
                </hudson.model.AllView>
            </views>
        </hudson.model.MyViewsProperty>
        <hudson.security.HudsonPrivateSecurityRealm_-Details>
            <passwordHash>foo:77ce9123f864f6749a2b2c99b988089c21d33e39247f7b1276dfad01a112f038</passwordHash>
        </hudson.security.HudsonPrivateSecurityRealm_-Details>
        <hudson.tasks.Mailer_-UserProperty>
            <emailAddress>mail@example.com</emailAddress>
        </hudson.tasks.Mailer_-UserProperty>
    </properties>
</user>

 

2011/11/09  maven is not ant

Filed under:Build,Java,Tooling — philipp @ 11:00 pm

Neben vielen berechtigten Kritikpunkten die manch einer dem Build-Tool Maven vorwerfen kann, ist oftmals der falsche Einsatz einer der Hauptgründe für die schlechte Perfomance (d.h. lange Build-Zeiten) die fehlerhafte Nutzung von Maven Features.

Oft sieht man, dass Module untereinander durch relative Pfadangaben verknüpft sind. Dies mag bei Ant-Builds ein gängiges Mittel sein, aber wenn man sich vor Augen hält, dass jeder Modul eines Projektes für sich genommen ausgecheckt und gebaut werden können soll, so ist klar, dass man eine abstractere Art und Weise benötigt, einzelne Module miteinander zu verbinden.

Und auch hierfür eignet sich das Mitte der Dependencies. Zu einem vollständigen (und nützlichem) Maven-Build-System gehört zwangsläufig auch ein (eigenes) funktionierendes Maven-Repository (sei es nun Archiva oder Nexus). So ein Repository dient nicht nur zum Lagern von Artefakten, sondern auch als Dreh- und Angelpunkt der einzelnen Module untereinander.

Nehmen wir an, ein Projekt besitzt folgende Struktur:

Root
  |-Modul A
  |-Modul B
    |-Modul C

Nehmen wir weiterhin an, dass Modul A von C abhängt, weil C zum Beispiel XSD Scripte enthält, die separat von einem Fachler aktualisiert werden, aber für die Generierung von Java-Klassen in A benötigt werden.

Würde es nach Ant-Manier gehen, so wäre folgendes denkbar:

<project>
...
    <build>
        <plugins>
            ...
            <plugin>
                <groupId>org.codehaus.mojo</groupId>
                <artifactId>xmlbeans-maven-plugin</artifactId>
                <version>2.3.3</version>
                <executions>
                    <execution>
                        <phase>generate-sources</phase>
                        <goals>
                            <goal>xmlbeans</goal>
                        </goals>
                    </execution>
                </executions>
                <inherited>true</inherited>
                <configuration>
                    ...
                    <schemaDirectory>../B/C/xsd</schemaDirectory>
                    <classGenerationDirectory>${project.build.directory}/classes</classGenerationDirectory>
                </configuration>
            </plugin>
            ...
        </plugins>
    </build>
...
</project>

Dies dürfte aber spätestens beim Release Build scheitern, weil hier jedes Modul für das Releas separat innerhalb des eigenen Target-Dirs ausgecheckt wird (spätestens hier kommt es dann mit den relativen Pfaden nicht mehr hin).

Was also tun?
Abhilfe schaft das maven-dependency-plugin, welches dem aktuellen Modul erlaub direkt auf die Daten eines einzelnen Artefacts zugreifen zu können. Damit das Artefact durch das Plugin verarbeitet werden kann, sollte es (logischerweise) auch als Dependency im eingetragen sein. So ist sogar sicher gestellt, dass immer der aktuellste Codestand verwendet wird, denn sollt ein Artefact im Repository neuere sein als das, welches lokal vorgehalten wird, so wird dieses heran gezogen.

Die obige Konfiguration würde sich also wie folgt ändern:

<project>
...
    <dependencies>
        ...
        <dependency>
            <groupId>com.example</groupId>
            <artifactId>C</artifactId>
            <version>${project.version}</version>
        </dependency>
        ...
    </dependencies>
    <build>
        <plugins>
            ...
            <plugin>
                <groupId>org.apache.maven.plugins</groupId>
                <artifactId>maven-dependency-plugin</artifactId>
                <version>2.3</version>
                <executions>
                    <execution>
                        <id>src-dependencies</id>
                        <phase>generate-sources</phase>
                        <goals>
                            <!-- use copy-dependencies instead if you don't want to explode the
                                sources -->
                            <goal>unpack</goal>
                        </goals>
                        <configuration>
                            <artifactItems>
                                <artifactItem>
                                    <groupId>com.example</groupId>
                                    <artifactId>C</artifactId>
                                    <version>${project.version}</version>
                                    <classifier>resources</classifier>
                                    <type>zip</type>
                                    <includes>**/*.xsd</includes>
                                    <overWrite>true</overWrite>
                                    <outputDirectory>${project.build.directory}/C</outputDirectory>
                                </artifactItem>
                            </artifactItems>
                        </configuration>
                    </execution>
                </executions>
            </plugin>            
            <plugin>
                <groupId>org.codehaus.mojo</groupId>
                <artifactId>xmlbeans-maven-plugin</artifactId>
                <version>2.3.3</version>
                <executions>
                    <execution>
                        <phase>generate-sources</phase>
                        <goals>
                            <goal>xmlbeans</goal>
                        </goals>
                    </execution>
                </executions>
                <inherited>true</inherited>
                <configuration>
                    ...
                    <schemaDirectory>${project.build.directory}/C/xsd</schemaDirectory>
                    <classGenerationDirectory>${project.build.directory}/classes</classGenerationDirectory>
                </configuration>
            </plugin>
            ...
        </plugins>
    </build>
...
</project>

Zu beachten ist hier, dass die Reihenfolge der beiden Plugins wichtig ist, weil ansonsten die Code-Generierung nicht auf die entpackten Dateien der Dependency zugreifen kann. Ich gebe zu, es handelt sich hier um ein einfaches Beispiel, aber zumindest der Drang, sich durch relative Pfade innerhalb von Maven-Files zu helfen ist meiner Beobachtung nach recht weit verbreitet :-/.

2011/11/06  Upload von Third-Party Artefakten in ein Maven Repository per SCP

Filed under:Java — philipp @ 6:50 pm

Manchmal gibt es den Fall, dass es notwendig ist, eine externe Bibliothek in einem Maven Projekt einzubinden. Um nun im Build Zyklus des Maven-Projektes keinen Bruch zu erhalten bietet es sich an, dass Artefakt manuell als Maven Artefakt im Repository zur Verfügung zu stellen.

Wir benutzen bei consolving.de u.a. ein öffentliches Maven Repository ( maven.javastream.de ) in dem wir einige OSS Artefakte den Entwicklern unter unseren Kunden zur Verfügung stellen. Hierbei handelt es sich nicht um ein vollständiges Repository System wie Archiva oder Nexus, sondern um ein lokales Repositry, welche statisch per Web-Server zur Verfügung stellt wird. Das ganze wird befüllt durch einen Jenkins-CI Server, der im Hintergrund alle Projekte periodisch neu dorthin deployed.

Es sind vier Schritte notwendig damit ein Deployment über SCP möglich ist:

  1. Das Verzeichnis des Repositories muss per scp erreichbar sein – hierzu bietet es sich an, den SSH-Key auf dem Server zu hinterlegen.
  2. Einrichten der notwendigen Credentials unter der ~/.m2/settings.xml
    <?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
    <settings>
         <servers>
             <server>
                 <id>maven.javastream.de</id>
                 <username>##user##</username>
                 <privateKey>##user##</privateKey>
             </server>
         </servers>
     </settings>
  3. Vorbereiten des Third-Parts Projektes
    Ein vollständiges Maven-Artefakt besteht aus drei Teilen: 1. das Binary, 2. die Sourcen und 3. die JavaDoc Dateien. Alle drei Teile sollten als JAR gepackt werden.
    Nachfolgend ein Script, welches die drei notwendigen Teile in Archive packt:

    #!/bin/bash
    
    # Direkt aus dem Directory zu packen scheint die einzige Möglichkeit zu sein, dass die einzelnen Dateien direkt im Root des JARs liegen.
    cd src
    jar -c . > ../src.jar
    cd ..
    
    cd doc
    jar -c . > ../doc.jar
    cd .
    
    cd lib
    jar -c . > ../lib.jar
    cd .
  4. Zuletzt werden nun die drei JARs per Maven-Command in das Repository geladen:
    #!/bin/bash
    
    #Binary
    mvn deploy:deploy-file -DgroupId=de.javastream \
      -DartifactId=example \
      -Dversion=1.0 \
      -Dpackaging=jar \
      -Dfile=lib.jar \
      -DrepositoryId=maven.javastream.de \
      -Durl=scp://maven.javastream.de/home/javastream.de/maven
    
    # Javadoc
    mvn deploy:deploy-file -DgroupId=de.javastream \
      -DartifactId=example \
      -Dversion=1.0 \
      -Dclassifier=javadoc \
      -Dpackaging=jar \
      -Dfile=doc.jar \
      -DrepositoryId=maven.javastream.de \
      -Durl=scp://maven.javastream.de/home/javastream.de/maven
    
    # Sourcen
    mvn deploy:deploy-file -DgroupId=de.javastream \
      -DartifactId=example \
      -Dversion=1.0 \
      -Dclassifier=sources \
      -Dpackaging=jar \
      -Dfile=src.jar \
      -DrepositoryId=maven.javastream.de \
      -Durl=scp://maven.javastream.de/home/javastream.de/maven

2011/10/27  Play! Framework Model, View & Controller

Filed under:Hacking,Play! Framework — philipp @ 11:19 pm

Im letzten Post wurde eine kurze Beschreibung in den Aufbau einer Play! Anwendung gegeben.
Nachfolgend soll eine einfache kleine Anwendung erstellt werden.

App1: Model, Views, Controller

Die Anwendung soll die Links von verschiedenen Webseiten als Bookmarks speichern.
Hierzu benötigen wir ein Model für ein Bookmark:

package models;

import java.util.Date;
import javax.persistence.Entity;
import javax.persistence.Temporal;
import javax.persistence.TemporalType;
import play.data.validation.Required;
import play.db.jpa.Model;
@Entity
public class Bookmark extends Model {
    @Temporal(TemporalType.DATE)
    public Date createdAt;
    @Required
    public String title;
    @Required
    public String url;
    public Bookmark(){
        createdAt = new Date();
    }
}

Wie der geneigte Java-Entwickler auf den ersten Blick erkennen mag, handelt es sich um ein normales JPA Model. Einzig der public Accessor für die einzelnen Attribute erscheint befremdlich.
Zur Beruhigung sei gesagt, dass hier eine der Vereinfuchungen von Play! in Aktion tritt. Zur Laufzeit werden hier die notwendigen Getter/Setter erstellt (diese können aber auch selbst definiert werden), sowie der direkte Zugriff auf die Attribut verhindert. (vgl. http://www.playframework.org/documentation/1.2.3/model#properties ).

Weiterhin unbekannt ist hier die Anotation @Required. Play! unterstützt hier eine on-Model-Validation. Das Attribut wird als Required gekennzeichnet, es ist also notwendig, dass diese Attribut zu Persistierung gesetzt ist. Wie die Validierung im Controller verwendet wird, dazu später mehr.

2011/08/11  Startup mit dem Play Framework

Filed under:Edu,Java,Play! Framework,Tech — philipp @ 9:50 pm

Wie einige vielleicht ja schon wissen beschäftige ich mich jetzt schon seit einige Zeit mit dem recht neuen, aber mittlerweile immer bekannterem, Java-basiertem Web-Framework Play!. Anders als bei vielen neueren Frameworks wird nicht durch die Mittel einer dynamischen Sprache, sondern durch die Vereinfachung der bestehenden Sprachmittel von java versucht die Entwicklung einer Web-Anwendung zu beschleunigen und zu vereinfachen. Das bedeuten unter anderem das konsequente Weglassen der bisherigen Package-Struktur. Auf der anderen Seite werden altbewährte Bibliotheken aus der Java-Welt verwendet (z.B. JPA, Hibernate, Lucene, usw.). Da es eine ganze Menge an englischsprachigen Tutorials gibt und ich mir schon länger vorgenommen habe in einem kleinen Tutorial die grundlegenden Züge einer Play!-Anwendung zu beschreiben, wird dieser Text mal wieder in Deutsch sein :-) .

Play verwendet – wie fast alle aktuellen Web-Frameworks ein MVC-Pattern,

So sollte es einem Entwickler (egal ob Ruby, Java oder Python), der mit der aktuellen Techniken vertraut ist, relativ leicht fallen, sich mit dem typischen Aufbaue einer Play-Anwendung zurecht zu finden.

Die Installation des Frameworks ist auf der Seite des Projektes gut erklärt. Neben einer aktuellen JVM sind keine weiteren Vorausetzungen zu erfüllen. Wichtig ist nur, dass das “play” Script im aktuellen Pfad erreichbar ist.

Nachfolgend möchte ich eine kleine Bookmark-Verwaltung erstellen.

Mit einem

# play new bookmarks

Wird die Grundstruktur einer Play-Anwendung erstellt.

Folder Structure

Das oberste Verzeichnis enthält alle Modelle, Controller und Views der Anwendung (dazu später mehr). Unter “conf” befinden sich folgende Dateien:

- application.conf: Konfiguration der Anwendung – Art der DB, Caching, Konfiguration der Module
- dependencies.yml: Play unterstützt Module, die verschiedene Funktionen kapseln können. Seit Version 1.2 werden die Abhängigkeiten einer Anwendung durch Einträge in dieser Datei gesetzt.
- messages: Diese Datei wird für die Internationalisierung einer Anwendung benötigt (amerikanische Strings). Um eine neue Sprache hinzu zu fügen legt man eine neue Datei mit dem entsprechenden Ländercode an – z.B. messages.de für deutsch.
- routes: Play ermöglicht es, durch Einträge in dieser Datei, das Routing der Anwendung zu beeinflussen. Es erfolgt ein Mapping von URL auf Controller-Actions (dazu später mehr).

Das lib Verzeichnis kann verwendet werden um Java Libs zu verwenden, die nicht als Modul für Play! zur Verfügung stehen. Alle Jars im libs-Verzeichnis werden automatisch in den Classpath der Anwendung aufgenommen.

Das test Verzeichnis enthält die die Testdateien (Junit-/Selenium-Tests sowie ew. Fixures mit Testdaten).

Nach dem ersten Start der Anwendung werden noch zwei weitere Verzeichnisse erstellt:
Ein tmp-Verzeichnis (welches die kompilierten Klassen, sowie Caching Dateien enthält) und ein
db-Verzeichnis, welches bei der Wahl einer h2 Datenbank, die entsprechende Datenkbankdatei enthält (auch dazu später mehr).

Dies soll für die ersten 5 Minuten genügen :-) .

2011/08/03  Philipps 5 mins: Web-Development mit dem Play Framework Part 1

Filed under:Play! Framework — philipp @ 11:28 pm

Wie einige vielleicht ja schon wissen beschäftige ich mich jetzt schon seit einige Zeit mit dem recht neuen, aber mittlerweile immer bekannterem, Java-basiertem Web-Framework Play!. Anders als bei vielen neueren Frameworks wird nicht durch die Mittel einer dynamischen Sprache, sondern durch die Vereinfachung der bestehenden Sprachmittel von java versucht die Entwicklung einer Web-Anwendung zu beschleunigen und zu vereinfachen. Das bedeuten unter anderem das konsequente Weglassen der bisherigen Package-Struktur. Auf der anderen Seite werden altbewährte Bibliotheken aus der Java-Welt verwendet (z.B. JPA, Hibernate, Lucene, usw.). Da es eine ganze Menge an englischsprachigen Tutorials gibt und ich mir schon länger vorgenommen habe in einem kleinen Tutorial die grundlegenden Züge einer Play!-Anwendung zu beschreiben, wird dieser Text mal wieder in Deutsch sein :-) .
Play verwendet – wie fast alle aktuellen Web-Frameworks ein MVC-Pattern. So sollte es einem Entwickler (egal ob Ruby, Java oder Python), der mit der aktuellen Techniken vertraut ist, relativ leicht fallen, sich mit dem typischen Aufbaue einer Play-Anwendung zurecht zu finden.
Die Installtion des Frameworks ist auf der Seite des Projektes gut erklärt. Neben einer aktuellen JVM sind keine weiteren Vorrausetzungen zu erfüllen. Wichtig ist nur, dass das “play” Script im aktuellen Pfad erreichbar ist.
Nachfolgend möchte ich eine kleine Bookmark-Verwaltung erstellen.
Mit einem

# play new bookmarks

Wird die Grundstruktur einer Play-Anwendung erstellt.

  • app:
    Das oberste Verzeichnis enthält alle Modelle, Controller und Views der Anwendung (dazu später mehr).
  • Unter “conf” befinden sich folgende Dateien:
    • application.conf:
      Konfiguration der Anwendung – Art der DB, Caching, Konfiguration der Module
    • dependencies.yml:
      Play unterstützt Module, die verschiedene Funktionen kapseln können. Seit Version 1.2 werden die Abhängigkeiten einer Anwendung durch Einträge in dieser Datei gesetzt.
    • messages:
      Diese Datei wird für die Internationalisierung einer Anwendung benötigt (amerikanische Strings). Um eine neue Sprache hinzu zu fügen legt man eine neue Datei mit dem entsprechenden Ländercode an – z.B. messages.de für deutsch.
    • routes:
      Play ermöglicht es, durch Einträge in dieser Datei, das Routing der Anwendung zu beeinflussen. Es erfolgt ein Mapping von URL auf Controller-Actions (dazu später mehr).
  • Das lib Verzeichnis kann verwendet werden um Java Libs dort zu speichern, die nicht als Modul für Play! zur Verfügung stehen. Alle Jars im libs-Verzeichnis werden automatisch in den Classpath der Anwendung aufgenommen.
  • Das test Verzeichnis enthält die die Testdateien (Junit-/Selenium-Tests sowie ew. Fixures mit Testdaten).

Nach dem ersten Start der Anwendung werden noch zwei weitere Verzeichnisse erstellt:

  • Ein tmp-Verzeichnis (welches die kompilierten Klassen, sowie Caching Dateien ernhält) und ein
  • db-Verzeichnis, welches bei der Wahl einer h2 Datenbank, die entsprechende Datenkbankdatei enthält (auch dazu später mehr).

Dies soll für die ersten 5 Minuten genügen :-) .

2011/07/25  FreeNAS 8

Filed under:Freenas,Geek,NAS,Personal,Tech — philipp @ 8:40 pm

Wie einige ja vielleicht wissen, betreibe ich schon seit einiger Zeit ein NAS auf FreeNAS Basis.
Da mir die Verschlüsselung sehr wichtig war und ich bedingt anfangs schwache Speicherausstattung auf Nummer sicher gehen wollte, nutze ich hier aktuell ein FreeBSD Raid5 mit ELI Verschlüsselung.

Aber eigentlich bin ich ja schon immer ein großer FAN von ZFS gewesen. Da der Support von FreeNAS 7 ja scheinbar in absehbarer Zeit nicht mehr gesichert ist, habe ich mich gleich der aktuellsten Version “FreeNAS 8″ zugewandt.

Allerdings muss ich sagen, dass ich nach einigen ersten Tests in einer VirtualBox VM doch arg enttäuscht bin.
Natürlich ist nicht zu erwarten, dass die Mädels und Jungs von IX Systems (die sonst einen Prima Job machen), eine neue Version mit allen Features von 7.x raus bringen.
Aber zumindest das was sie dann als final Version 8 raus bringen sollte doch das tun, was es verspricht.

Aber zuerst einmal die positiven Aspekte:

The Good

1. Installation

Im Vergleich zu FreeNAS 7 ist die Installation von FreeNAS 8 in einem Bruchteil der Zeit durchführbar. Da in der offiziellen Empfehlung auch eine Installation auf einem USB Stick empfohlen wird, ist nicht damit zu rechnen, dass solche unschönen Bugs auftauchen, wie in der letzten Version (von 7.2) der Bug mit den Samba-Usern (SMB User müssen nach jedem Neustart per smbpasswd -a neu angelegt werden, da das System ein paar Einstellungen scheinbar “vergißt”).

2. Boot

Der Boot-Prozess wurde ebenfalls deutlich beschleunigt. Im Gegensatz zu den paar Minuten dauerndem Boot-Prozess von 7.2 ist das Booten von 8 in unter einer Minute durch.

3. UI

Das UI wirkt zumindest moderner als die Version 7.2. Es wird viel JS/CSS Foo geboten. Aber irgendwie haben es die Entwickler zu gut gemeint: an einigen Stellen gibt es deutliche Redundanzen in der Navigation – einige Verhaltensweisen des UIs sind in meinen Augen unlogisch. Was sehr schön ist, ist dass sich das UI die geöffneten Tabs merkt – und das überhaupt Tabs benutzt werden (ein Feature, was seit Firefox ja scheinbar zum Standard gehört ;-) ).

The Bad

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass zumindest der Unix (FreeBSD?) Unterbau nur sehr schwach mit dem UI (Python/DOJO) verbunden ist. So gibt es über die Shell noch nicht mal einfache Tools wie FDISK. Zudem scheinen ZFS Pools, die über die Web UI angelegt wurden, über die CLI-Tools Zpool und ZFS unauffindbar zu sein.

Was mir persönlich auch fehlt ist die Möglichkeit, Log-Meldungen über das Web UI einzusehen. Scheinbar ist das auch noch so eine Baustelle die da offen ist :-) .

Fazit

Zu guter Letzt lässt sich sagen, dass der Anfang schon sehr gut aussieht. Allerdings hat die Software noch so arge Fehler und Probleme, dass ich sie die nächsten paar Monate wohl nicht mehr anfassen werde. Das ich schon bei der einfachsten und essentiellen Funktion, nämlich dem Anlegen eines simplen RAIDZ Pools auf solche Probleme treffe, hätte ich eigentlich nicht erwartet. Mein Test-System bestand wirklich nur aus einer einfachen VM mit 1x4GB Boot Device und 4x2GB Data-Devices. Wieso es hierbei zu solchen Problemen kommt ist mir schleierhaft.

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